Kanzlei für Digital-
und Wirtschaftsrecht
Geld zurück nach Broker Betrug?

anlagenprofis24.de Festgeldbetrug? Anwalt muss Ansprüche und Beweise prüfen

Veröffentlicht am 14.10.2026 –

Der Anleger hat 100.000 Euro Festgeld über anlagenprofis24.de angelegt. Nach zwölf Monaten erwartet er Kapital und Zinsen. Die Abrechnung sieht zunächst plausibel aus. Dann rechnet er nach: Zwischen dem Tag seiner Überweisung und dem in der Abrechnung genannten Beginn der Verzinsung liegen neun Tage. Neun Tage, in denen sein Geld nach den Unterlagen offenbar bereits weg war, aber noch nicht als verzinstes Festgeld geführt wurde.

Wenn Sie im Zusammenhang mit anlagenprofis24.de auf das Angebot unter anlagenprofis24.de gestoßen sind, sollten Sie die dortigen Angaben und Ihre Unterlagen sorgfältig miteinander abgleichen. Allein aus einer Domain oder E-Mail-Adresse lässt sich noch nicht zuverlässig ableiten, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht.

Gerade solche Zeitlücken können bei einem möglichen Festgeldbetrug interessant sein. Anleger prüfen verständlicherweise vor allem Zinssatz und Endbetrag. Ich schaue zusätzlich darauf, ab welchem konkreten Tag das Kapital nach Darstellung des Anbieters tatsächlich angelegt gewesen sein soll. Bei 80.000, 150.000 oder 250.000 Euro können wenige unscheinbare Datumsangaben eine wichtige Geschichte erzählen.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Wer bei anlagenprofis24.de Widersprüche zwischen Überweisung, Anlagebeginn und berechneter Laufzeit entdeckt oder seine Auszahlung nicht erhält, kann mir die Unterlagen über broker-betrug.de für eine kostenfreie Ersteinschätzung übermitteln.

Das Geld ist Montag weg – das Festgeld beginnt erst Freitag

Ein Anleger überweist am 4. März 130.000 Euro. Die Zahlung wird noch am selben Tag von seinem Girokonto gebucht.

Später entdeckt er in einer Übersicht als „Anlagebeginn“ den 8. März.

Vier Tage Unterschied.

Bei anlagenprofis24.de würde ich diese Lücke nicht selbst mit „Bearbeitungszeit“ erklären. Ich würde schriftlich fragen: Was geschah zwischen Zahlungseingang und behauptetem Anlagebeginn? Ab welchem Tag wurde der Anlagebetrag tatsächlich berücksichtigt?

Meine Handlungsempfehlung: Stellen Sie Überweisungsdatum, Belastungstag auf Ihrem Konto und den von anlagenprofis24.de genannten Beginn nebeneinander. Markieren Sie jede Differenz. Gerade bei Festgeldbetrugsfällen sollte die zeitliche Reise des Kapitals nicht auf Vermutungen beruhen.

Bei anlagenprofis24.de fehlen am Ende plötzlich elf Zinstage

Eine Anlegerin legt 175.000 Euro an. Der vereinbarte Zinssatz ist ihr bekannt. Bei Fälligkeit fällt ihr jedoch auf, dass der ausgewiesene Ertrag niedriger ist als erwartet.

anlagenprofis24.de erklärt telefonisch, die Verzinsung habe erst nach „finaler Aktivierung“ begonnen.

Von einer solchen Aktivierungsphase hatte die Anlegerin vorher nie gehört.

Jetzt würde ich nicht nur über den Endbetrag diskutieren. Ich würde mir den behaupteten ersten und letzten Zinstag nennen lassen.

Meine Empfehlung: Rechnen Sie nicht lediglich nach, ob die Prozentzahl stimmt. Prüfen Sie auch, für welchen tatsächlichen Zeitraum gerechnet wurde. Ein korrekter Zinssatz kann trotzdem zu einer auffälligen Abrechnung führen, wenn plötzlich Tage oder Wochen fehlen.

Die 200.000 Euro waren angeblich zunächst „in Bereitstellung“

Ein lebensnaher Fall: Ein Ehepaar überweist 200.000 Euro. Wenige Stunden später bestätigt anlagenprofis24.de den Eingang.

In einer späteren Abrechnung beginnt die Anlage allerdings erst sieben Tage danach.

Auf Nachfrage heißt es, das Kapital habe sich zunächst „in Bereitstellung“ befunden.

Das ist genau der Moment, in dem ich einen abstrakten Begriff in konkrete Fragen zerlegen würde.

Wo befanden sich die 200.000 Euro während dieser sieben Tage? Was bedeutete „Bereitstellung“ praktisch? War das Geld nach Darstellung von anlagenprofis24.de bereits der Festgeldanlage zugeordnet oder nicht?

Meine Handlungsempfehlung: Neue Zwischenphasen immer mit Anfang und Ende versehen. „Einige Tage in Bearbeitung“ ist unpräzise. „Vom 12. bis 19. April angeblich in Bereitstellung“ lässt sich später wesentlich besser nachvollziehen.

Bei anlagenprofis24.de beginnt die Verzinsung vor der eigentlichen Überweisung

Auch die umgekehrte Konstellation würde mich aufmerksam machen.

Ein Anleger überweist seine 90.000 Euro am 16. Mai. Eine spätere Anlageübersicht von anlagenprofis24.de nennt jedoch den 13. Mai als Beginn.

Drei Tage, bevor das Geld überhaupt sein Konto verlassen hat.

Vielleicht liegt ein Eingabefehler vor. Aber gerade deshalb sollte er nicht stillschweigend korrigiert werden.

Für Ihre eigene Dokumentation zu anlagenprofis24.de ist auch anlagenprofis24.de relevant: Sichern Sie die Adresse, Bildschirmfotos der Angebotsseite, Vertragsunterlagen und den zeitlichen Verlauf Ihrer Kommunikation. So können Sie später nachvollziehbar zeigen, welches Angebot Ihnen konkret unter dieser Domain präsentiert wurde, ohne allein daraus bereits einen Betrug als erwiesen anzusehen.

Meine Empfehlung: Sichern Sie die ursprüngliche Darstellung und fragen Sie nach einer Erklärung. Wenn anschließend eine korrigierte Übersicht kommt, behalten Sie beide Fassungen.

Bei einem möglichen Festgeldbetrug ist nicht nur die richtige Zahl interessant. Auch die Frage, wann und warum eine Zahl nachträglich verändert wurde, kann wichtig sein.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

  • 1Sie schildern uns Ihren Fall
  • 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
  • 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
  • 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.

Der Zinsertrag passt nicht zu dem Zeitraum, den anlagenprofis24.de selbst nennt

Ein Anleger erhält eine Abrechnung mit Anlagebeginn 1. September und Laufzeitende 1. September des Folgejahres. Die ausgewiesene Zinsberechnung scheint jedoch einen anderen Zeitraum zugrunde zu legen.

Viele Anleger würden jetzt versuchen, die Rechenmethode selbst zu erraten.

Ich würde zunächst anlagenprofis24.de rechnen lassen.

Meine Handlungsempfehlung: Bitten Sie um eine nachvollziehbare Berechnung mit Ausgangskapital, zugrunde gelegtem Zeitraum und angewandtem Zinssatz. Danach kann geprüft werden, ob diese Rechnung zu den übrigen Unterlagen passt.

Wichtig ist dabei, die Antwort nicht nur telefonisch entgegenzunehmen. Bei sechsstelligen Festgeldanlagen sollte eine auffällige Berechnung schriftlich nachvollziehbar sein.

Ein Wochenende wird plötzlich zur zweiwöchigen Verzögerung

Freitag überweist eine Anlegerin 150.000 Euro. Ihr Berater erklärt, die Festgeldanlage werde nach dem Wochenende aktiviert.

Das klingt zunächst plausibel.

Zwei Monate später sieht sie jedoch, dass anlagenprofis24.de den Anlagebeginn erst 14 Tage nach der Überweisung angesetzt hat.

Jetzt würde ich die damalige Aussage des Beraters heraussuchen. Wurde Montag genannt? „Nach Zahlungseingang“? Oder lediglich irgendwann „nach Bearbeitung“?

Falls Sie wegen anlagenprofis24.de bereits Zahlungen geleistet haben, vergleichen Sie die auf anlagenprofis24.de genannten Angaben mit den Empfängerdaten Ihrer Überweisungen und etwaigen Bestätigungen. Gerade Abweichungen zwischen Webseitenauftritt, E-Mail-Kontakt und tatsächlichem Zahlungsempfänger sollten Sie festhalten und rechtlich prüfen lassen.

Meine Empfehlung: Notieren Sie bei der Einzahlung nicht nur den Geldbetrag. Halten Sie auch Zusagen darüber fest, wann die Verzinsung beginnen soll. Gerade diese frühen Aussagen geraten später schnell in Vergessenheit, weil zu diesem Zeitpunkt noch niemand mit Festgeldbetrug rechnet.

Bei anlagenprofis24.de endet die Verzinsung, obwohl das Kapital noch nicht zurück ist

Noch interessanter wird die Zeit nach der Fälligkeit.

Ein Anleger soll seine 220.000 Euro am 30. Juni zurückerhalten. Das Geld kommt nicht. Mitte Juli zeigt die Abrechnung weiterhin den 30. Juni als Ende der Anlage.

Der Anleger wartet also auf sein Kapital, während die Darstellung von anlagenprofis24.de die Festgeldanlage bereits als beendet behandelt.

Hier würde ich sauber trennen: Wann endete die vereinbarte Anlage? Wann sollte ausgezahlt werden? Wann ist das Geld tatsächlich auf dem eigenen Konto angekommen?

Meine Handlungsempfehlung: Führen Sie nach Fälligkeit einen Kalender. Jeder Tag ohne Auszahlung bleibt sichtbar. Notieren Sie daneben sämtliche Aussagen dazu, welchen Status das Kapital in dieser Zwischenzeit angeblich hat.

Bei anlagenprofis24.de würde ich eine Zeitachse des Geldes erstellen

Bei einem möglichen Festgeldbetrug kann ein einziger Kalender mehr erklären als ein Stapel Hochglanzunterlagen.

Ich beginne bei der Überweisung. Danach folgen behaupteter Zahlungseingang, angeblicher Anlagebeginn, Beginn der Verzinsung, vereinbartes Laufzeitende und tatsächliche Rückzahlung. Bei anlagenprofis24.de würde ich jede Lücke markieren und mir erklären lassen.

Betroffenen empfehle ich, insbesondere Zeiträume nicht selbst mit Begriffen wie „Bearbeitung“, „Banklaufzeit“ oder „Aktivierung“ zu füllen. Wenn solche Phasen existiert haben sollen, sollte der Anbieter sie konkret benennen.

Wenn Sie Ihre Erfahrungen mit anlagenprofis24.de schildern, nennen Sie bitte auch, ob Sie anlagenprofis24.de selbst besucht haben und welche Unterlagen oder Nachrichten Sie dazu besitzen. Das erleichtert die Einordnung Ihres konkreten Falls; die Beurteilung möglicher Ansprüche hängt stets von den nachprüfbaren Umständen ab.

Wer bei anlagenprofis24.de Betrug oder Festgeldbetrug vermutet und bei seiner Festgeldanlage unerklärliche Tage oder Wochen zwischen Einzahlung, Verzinsung und Auszahlung entdeckt, kann mir die verschiedenen Abrechnungen und Zahlungsnachweise über broker-betrug.de übermitteln. Für meine kostenfreie Ersteinschätzung interessiert mich die Zeitachse im Detail: Wann verließ das Geld das Konto, wann soll anlagenprofis24.de es tatsächlich angelegt haben – und gibt es Zeiträume, für die sich heute niemand nachvollziehbar erklären kann, wo das Festgeld gewesen sein soll?