backoffice-raisin.de Festgeldbetrug? Anwalt muss Ansprüche und Beweise prüfen
Die 115.000 Euro Festgeld sind seit einer Woche fällig, als der Anleger eine ungewöhnliche Nachricht von backoffice-raisin.de erhält. Nicht die Auszahlung sei das Problem, sondern angeblich eine „offene Rückfrage zur Mittelherkunft“. Man müsse nur noch wissen, woher das ursprünglich investierte Kapital stamme. Der Anleger wundert sich: Das Geld liegt seit zwölf Monaten in der Festgeldanlage. Warum wird diese Frage ausgerechnet jetzt gestellt, unmittelbar bevor er sein Kapital zurückhaben möchte?
Wenn Sie im Zusammenhang mit backoffice-raisin.de auf das Angebot unter backoffice-raisin.de gestoßen sind, sollten Sie die dortigen Angaben und Ihre Unterlagen sorgfältig miteinander abgleichen. Allein aus einer Domain oder E-Mail-Adresse lässt sich noch nicht zuverlässig ableiten, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht.
Solche nachträglichen Prüfungen können Anleger erheblich verunsichern. Eine Nachfrage zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen ist für sich genommen kein Beweis für Festgeldbetrug. Bei einem möglichen Anlagebetrug interessiert mich aber sehr genau, wann eine solche Forderung erstmals auftaucht, wer sie tatsächlich stellt und warum sie die Auszahlung verhindern soll.
Bitte achten Sie bei backoffice-raisin.de besonders auf eine mögliche Verwechslung: Nach den vorliegenden Hinweisen liegt ein Identitäts- beziehungsweise Namensmissbrauch nahe. Wenn Ihnen die Website backoffice-raisin.de unter einem bekannten Unternehmensnamen begegnet ist, bedeutet das nicht, dass das echte Unternehmen dieses Angebot betreibt oder dafür verantwortlich ist. Prüfen Sie deshalb die genaue Firmierung, die offiziellen Kontaktdaten und die Identität Ihres Vertragspartners. Der tatsächlich existierende Namensträger darf nicht mit möglichen Tätern gleichgesetzt werden.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Wer bei backoffice-raisin.de auf seine Auszahlung wartet und plötzlich immer neue Nachweise zu seinem eigenen Geld liefern soll, kann mir den Vorgang über broker-betrug.de für eine kostenfreie Ersteinschätzung übermitteln.
Zwölf Monate lang war alles geklärt – jetzt soll der Hausverkauf nachgewiesen werden
Ein Anleger hat 180.000 Euro aus dem Verkauf einer Immobilie angelegt. Während der gesamten Laufzeit fragt niemand danach.
Drei Tage nach Fälligkeit meldet sich der Ansprechpartner: Für die Auszahlung werde jetzt der damalige Kaufvertrag benötigt.
Ich würde nicht reflexartig einen vollständigen Immobilienkaufvertrag verschicken.
Zunächst würde ich bei backoffice-raisin.de schriftlich nachfragen: Welche konkrete Stelle verlangt diesen Nachweis? Welche Information daraus wird benötigt? Warum wurde diese Frage nicht vor oder während der Anlage gestellt?
Meine Handlungsempfehlung: Wenn ein umfangreiches Dokument verlangt wird, klären Sie zuerst, welcher konkrete Nachweis erbracht werden soll. Ein Vertrag kann zahlreiche persönliche Informationen enthalten, die mit der eigentlichen Frage nichts zu tun haben.
Bei backoffice-raisin.de reicht der erste Nachweis plötzlich doch nicht aus
Eine Anlegerin investiert 95.000 Euro aus angespartem Vermögen. Nach Fälligkeit verlangt backoffice-raisin.de einen Kontoauszug, der den damaligen Geldbestand zeigen soll.
Sie reicht einen entsprechenden Nachweis ein.
Am nächsten Tag wird zusätzlich eine Gehaltsabrechnung verlangt. Danach sollen Unterlagen zu einem alten Wertpapierdepot folgen.
Jetzt würde ich eine Nachweisliste führen.
Was wurde wann verlangt? Was wurde tatsächlich eingereicht? Was sollte damit nachgewiesen werden? Wurde anschließend bestätigt, dass dieser Punkt erledigt ist?
Meine Empfehlung: Schicken Sie bei einem möglichen Festgeldbetrug nicht immer weitere Unterlagen, ohne den vorherigen Prüfpunkt abzuschließen. Fragen Sie nach jeder Übermittlung schriftlich: Ist der verlangte Nachweis damit vollständig erbracht?
So lässt sich erkennen, ob tatsächlich eine konkrete Frage geklärt wird oder sich die Anforderungen ständig verschieben.
Die Erbschaft soll plötzlich bis ins kleinste Detail erklärt werden
Ein weiterer lebensnaher Fall: 140.000 Euro stammen aus einer Erbschaft. Das hatte der Anleger bereits zu Beginn angegeben.
Kurz vor Auszahlung fordert backoffice-raisin.de nun den Erbschein. Danach soll zusätzlich ein alter Kontoauszug des Erblassers eingereicht werden. Schließlich wird nach dem damaligen Nachlasskonto gefragt.
Ich würde hier sehr genau zwischen notwendigen Informationen und immer weiter ausufernden Forderungen unterscheiden.
Meine Handlungsempfehlung: Erstellen Sie vor der Übermittlung sensibler Dokumente eine Kopie und notieren Sie, welche Datei an welchem Tag an wen geschickt wurde.
Das klingt bürokratisch. Wenn später jedoch niemand mehr weiß, ob Personalausweis, Erbschein, Kontoauszug oder Steuerunterlagen an backoffice-raisin.de übermittelt wurden, wird die Aufarbeitung unnötig schwierig.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
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Bei backoffice-raisin.de soll plötzlich die Ehefrau das Vermögen erklären
Ein Ehepaar hat 200.000 Euro angelegt. Das Geld wurde vollständig vom Konto des Ehemanns überwiesen.
Nach Ablauf der Festgeldanlage verlangt backoffice-raisin.de plötzlich Einkommensunterlagen der Ehefrau.
Warum?
Genau das würde ich fragen.
Für Ihre eigene Dokumentation zu backoffice-raisin.de ist auch backoffice-raisin.de relevant: Sichern Sie die Adresse, Bildschirmfotos der Angebotsseite, Vertragsunterlagen und den zeitlichen Verlauf Ihrer Kommunikation. So können Sie später nachvollziehbar zeigen, welches Angebot Ihnen konkret unter dieser Domain präsentiert wurde, ohne allein daraus bereits einen Betrug als erwiesen anzusehen.
Meine Empfehlung bei Festgeldbetrugsfällen: Versuchen Sie nicht selbst, eine Begründung für ungewöhnliche Anforderungen zu finden. Lassen Sie sich erklären, welche Verbindung zwischen dem verlangten Dokument und der konkreten Festgeldanlage bestehen soll.
Wenn zunächst Unterlagen des Ehemanns verlangt werden, danach die der Ehefrau und anschließend möglicherweise noch Dokumente weiterer Familienmitglieder, sollte jede Erweiterung der Forderung separat dokumentiert werden.
„Unsere Compliance braucht das“ ist noch keine konkrete Erklärung
Ein Anleger wartet auf 125.000 Euro. Auf jede Rückfrage antwortet der Berater: „Compliance-Vorgabe.“
Wer prüft was?
Bei backoffice-raisin.de würde ich eine solche Sammelbezeichnung in konkrete Fragen zerlegen: Welche Stelle führt die Prüfung durch? Welcher Sachverhalt ist ungeklärt? Welches Dokument soll genau diese Frage beantworten?
Ein lebensnahes Beispiel: Verlangt wird ein Nachweis über eine Überweisung aus dem Jahr vor der Festgeldanlage. Der Anleger sollte sich erklären lassen, warum gerade dieser Vorgang relevant sein soll.
Meine Handlungsempfehlung: Nicht über Fachbegriffe diskutieren. Immer wieder zum konkreten Festgeldfall zurückkehren.
Bei backoffice-raisin.de werden Dokumente verlangt, die längst vorliegen müssten
Besonders aufmerksam würde ich, wenn backoffice-raisin.de plötzlich erneut Unterlagen verlangt, die bereits beim Abschluss eingereicht wurden.
Ein Anleger soll seinen damaligen Zahlungsnachweis nochmals schicken. Dabei hatte der Anbieter den Eingang der 80.000 Euro bereits schriftlich bestätigt.
Ich würde die alte Bestätigung heraussuchen und darauf verweisen.
Meine Empfehlung: Senden Sie nicht automatisch alles erneut. Prüfen Sie zunächst Ihren eigenen Bestand und fragen Sie, warum ein bereits vorhandenes Dokument nochmals benötigt wird.
Falls Sie wegen backoffice-raisin.de bereits Zahlungen geleistet haben, vergleichen Sie die auf backoffice-raisin.de genannten Angaben mit den Empfängerdaten Ihrer Überweisungen und etwaigen Bestätigungen. Gerade Abweichungen zwischen Webseitenauftritt, E-Mail-Kontakt und tatsächlichem Zahlungsempfänger sollten Sie festhalten und rechtlich prüfen lassen.
Das kann auch verhindern, dass unnötig weitere Kopien persönlicher Unterlagen über unterschiedliche Kommunikationswege verteilt werden.
Die Auszahlung wird angeblich freigegeben – wenn noch „eine letzte Frage“ beantwortet wird
Freitag heißt es: „Es fehlt nur noch ein Nachweis.“
Der Anleger reicht ihn ein.
Montag schreibt backoffice-raisin.de: „Vielen Dank. Unsere Prüfung hat eine weitere Rückfrage ergeben.“
Mittwoch folgt die nächste.
Genau diese Entwicklung würde ich bei einem möglichen Festgeldbetrug grafisch festhalten: Forderung eins – erfüllt. Forderung zwei – erfüllt. Forderung drei – neu gestellt.
Meine Handlungsempfehlung: Verlangen Sie irgendwann eine vollständige Aufstellung sämtlicher noch offener Punkte. Das ist wesentlich aussagekräftiger, als über Wochen jeweils nur die neueste Einzelanforderung abzuarbeiten.
Bei backoffice-raisin.de würde ich eine eigene Nachweisakte führen
Wenn eine Festgeldauszahlung von 100.000, 150.000 oder 250.000 Euro plötzlich an immer neuen persönlichen Unterlagen hängen soll, darf der Anleger den Überblick nicht verlieren.
Bei backoffice-raisin.de würde ich deshalb eine separate Nachweisakte erstellen: verlangtes Dokument, Datum der Anforderung, genannter Grund, Zeitpunkt der Übermittlung und Reaktion darauf. Sensible Unterlagen würde ich nur über nachvollziehbare Kommunikationswege senden und vorher prüfen, welche Informationen tatsächlich benötigt werden.
Besonders wichtig ist für mich die zeitliche Entwicklung. Gab es die Prüfung bereits vor der Einzahlung? Während der Laufzeit? Oder tauchte sie erstmals genau in dem Moment auf, als das Festgeld ausgezahlt werden sollte?
Wenn Sie Ihre Erfahrungen mit backoffice-raisin.de schildern, nennen Sie bitte auch, ob Sie backoffice-raisin.de selbst besucht haben und welche Unterlagen oder Nachrichten Sie dazu besitzen. Das erleichtert die Einordnung Ihres konkreten Falls; die Beurteilung möglicher Ansprüche hängt stets von den nachprüfbaren Umständen ab.
Wer bei backoffice-raisin.de Betrug oder Festgeldbetrug vermutet und inzwischen immer neue Nachweise zur Herkunft seines eigenen Kapitals liefern soll, kann mir die Anforderungen und die bereits übermittelten Dokumente über broker-betrug.de zusenden. Für meine kostenfreie Ersteinschätzung interessiert mich besonders: Was wurde ursprünglich verlangt, was hat der Anleger bereits vollständig geliefert – und warum erscheint nach jeder beantworteten Frage plötzlich die nächste Voraussetzung für die Auszahlung?