Kanzlei für Digital-
und Wirtschaftsrecht
Geld zurück nach Broker Betrug?

FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) ein Betrug? Erfahrungen zur Auszahlung?

Veröffentlicht am 09.10.2026 –

Eine Order muss nicht zwingend an einer klassischen Börse landen. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen auch außerhalb eines regulierten Marktes, MTF oder OTF ausgeführt werden. Genau diese Unterscheidung kann bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) wichtig werden. Denn wenn Anleger von einem angeblichen „Börsenhandel“ ausgehen, tatsächlich aber außerbörslich gehandelt wird, stellen sich andere Fragen zu Gegenpartei, Preisbildung und Zustimmung. Bei auffälligen Erfahrungen, einer verweigerten Auszahlung oder dem Verdacht auf Betrug lohnt sich deshalb ein Blick auf den tatsächlichen Ausführungsort.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. In meiner anwaltlichen Praxis prüfe ich bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) nicht nur, welches Produkt im Kundenkonto erscheint. Entscheidend kann ebenso sein, wo ein Auftrag ausgeführt wurde und ob der Anleger dieser Form der Ausführung überhaupt zugestimmt hat. Über broker-betrug.de können Betroffene eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

„Gehandelt“ bedeutet nicht automatisch „an der Börse gehandelt“

Viele Anleger verbinden einen Aktien- oder Wertpapierkauf automatisch mit einer Börse.

Regulatorisch existieren jedoch unterschiedliche Ausführungswege. Ein Auftrag kann beispielsweise an einem regulierten Markt, einem multilateralen Handelssystem – MTF – oder einem organisierten Handelssystem – OTF – ausgeführt werden. Daneben kommt unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausführung außerhalb solcher Handelsplätze in Betracht.

Art. 27 MiFID II verlangt, dass die Ausführungsgrundsätze einer Investmentfirma erklären, auf welchen Ausführungsplätzen Kundenorders abgewickelt werden und welche Kriterien für deren Auswahl maßgeblich sind.

Für FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) ist daher bereits die Formulierung „Ihre Order wurde ausgeführt“ nicht ausreichend, um den tatsächlichen Handelsweg zu verstehen.

FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de): Außerbörsliche Ausführung verlangt eine ausdrückliche Zustimmung

Besonders interessant ist eine Schutzregel aus Art. 27 Abs. 5 MiFID II.

Wenn die Orderausführungsgrundsätze vorsehen, dass Kundenaufträge außerhalb eines Handelsplatzes ausgeführt werden können, muss die Investmentfirma ihre Kunden darüber ausdrücklich informieren. Vor einer solchen Ausführung ist außerdem eine vorherige ausdrückliche Zustimmung des Kunden erforderlich. Diese Zustimmung kann grundsätzlich entweder allgemein oder für ein einzelnes Geschäft erteilt werden.

Bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) würde ich deshalb prüfen:

Wo findet sich diese Zustimmung?

Wie wurde sie eingeholt?

Und konnte der Anleger überhaupt erkennen, dass seine Orders möglicherweise nicht über einen klassischen Handelsplatz laufen?

Ein versteckter Hinweis an unerwarteter Stelle kann eine andere Qualität besitzen als eine transparente Erklärung des Ausführungsmodells.

Ein Beispiel: 600 Aktien – aber kein Börsenplatz

Angenommen, ein Anleger kauft über FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) 600 Aktien zu jeweils 42 Euro. Das Konto zeigt anschließend einen Kaufwert von 25.200 Euro.

Der Kunde nimmt an, die Aktien seien an einer Börse gekauft worden.

Erst Monate später findet er in den Vertragsbedingungen einen Hinweis, dass Aufträge auch „off venue“ oder „OTC“ ausgeführt werden können.

Dann würde ich verschiedene Punkte auseinanderhalten.

Eine außerbörsliche Ausführung ist nicht automatisch unseriös und schon gar kein Beweis für Anlagebetrug. Entscheidend ist aber, ob dieses Ausführungsmodell zulässig war, transparent beschrieben wurde und eine erforderliche Zustimmung vorlag.

Gerade der Unterschied zwischen tatsächlicher Börsenausführung und bilateraler Transaktion kann für die rechtliche Einordnung erheblich sein.

FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) könnte selbst Gegenpartei eines Geschäfts sein

Eine besondere Konstellation ist der sogenannte systematische Internalisierer.

Nach MiFID II ist damit vereinfacht eine Investmentfirma gemeint, die auf organisierter, häufiger und systematischer Basis Kundenorders außerhalb eines regulierten Marktes, MTF oder OTF gegen das eigene Buch ausführt, ohne selbst ein multilaterales System zu betreiben.

Das bedeutet:

Der Anbieter kann in bestimmten Strukturen nicht lediglich Vermittler zwischen Anleger und Börse sein. Er kann selbst wirtschaftlich auf der anderen Seite der Transaktion stehen.

Bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) würde ich deshalb genau unterscheiden zwischen Aussagen wie:

„Wir führen Ihre Order an die Börse weiter“

und

„Wir führen Ihre Order gegen eigene Liquidität aus“.

Beides beschreibt regulatorisch nicht dasselbe Modell.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.

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Systematische Internalisierer unterliegen eigenen Vorgaben

Auch ein systematischer Internalisierer kann nicht nach völlig freien Regeln handeln.

Nach Art. 15 MiFIR müssen systematische Internalisierer unter anderem transparente und nicht diskriminierende Regeln sowie objektive Kriterien für eine effiziente Orderausführung einrichten. Zudem bestehen Anforderungen an die technische Organisation und an Vorkehrungen gegen Systemstörungen. Für bestimmte Finanzinstrumente gelten weitere Vorgaben hinsichtlich veröffentlichter Quotes und deren Anwendung bei Kundenorders.

Bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) wäre deshalb interessant, welchen regulatorischen Status die tatsächlich ausführende Gesellschaft besitzt.

Nicht entscheidend ist, ob auf einer Website Begriffe wie „institutional liquidity“ oder „professional execution“ stehen.

Entscheidend ist, welches Unternehmen den Trade tatsächlich ausführt.

FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) muss seine Ausführungspolitik nachvollziehbar erklären

Die europäische Regelung verlangt mehr als eine bloße Aufzählung möglicher Handelsplätze.

Kunden sollen verständlich darüber informiert werden, wie ihre Orders ausgeführt werden. Die Investmentfirma muss zudem die vorherige Zustimmung zu ihren Grundsätzen der Auftragsausführung einholen.

Außerdem müssen Unternehmen die Wirksamkeit ihrer Ausführungsregelungen regelmäßig kontrollieren.

Sie sollen prüfen, ob die vorgesehenen Ausführungsplätze weiterhin geeignet sind, bestmögliche Ergebnisse für Kunden zu erzielen. Werden wesentliche Änderungen vorgenommen, müssen Kunden mit einer laufenden Geschäftsbeziehung darüber informiert werden.

Bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) würde ich daher nicht nur aktuelle Vertragsbedingungen sichern.

Auch ältere Versionen können wichtig sein, wenn sich Handelsmodell oder Ausführungsplätze während der Kundenbeziehung verändert haben.

Der Anbieter muss die Einhaltung gegenüber dem Kunden belegen können

Ein besonders praktischer Punkt steht ebenfalls in Art. 27 MiFID II.

Eine Investmentfirma muss einem Kunden auf dessen Anfrage nachweisen können, dass seine Order entsprechend der eigenen Ausführungspolitik ausgeführt wurde. Gegenüber der zuständigen Behörde muss sie die Einhaltung der entsprechenden Anforderungen ebenfalls belegen können.

Das kann bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) eine konkrete Anfrage ermöglichen.

Angenommen, im Konto erscheint ein Kauf von 1.500 Wertpapieren. Der Anleger fragt anschließend:

An welchem Ausführungsplatz fand der Handel statt?

Wer war Gegenpartei?

Wurde außerbörslich gehandelt?

Welche Regel der Execution Policy wurde angewendet?

Bleiben Antworten dauerhaft unklar oder widersprechen sie vorhandenen Abrechnungen, kann das ein zusätzlicher Anlass für eine vertiefte Prüfung sein.

Auch bei Kryptowerten gibt es inzwischen vergleichbare Regeln

Bemerkenswert ist, dass ein ähnlicher Gedanke mittlerweile auch im MiCA-Regelwerk für Kryptowerte auftaucht.

ESMA hat Ende 2025 zu Art. 78 Abs. 5 MiCA klargestellt: Sieht die Ausführungspolitik eines zugelassenen Crypto-Asset Service Providers eine Ausführung außerhalb einer nach MiCA zugelassenen Kryptohandelsplattform vor – beispielsweise über OTC-Strukturen, Drittstaatenplattformen oder bestimmte dezentrale Systeme –, muss der Kunde darüber informiert werden und grundsätzlich vorher ausdrücklich zustimmen.

Falls FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) sowohl Wertpapier- als auch Kryptohandel anbietet, muss daher produktbezogen geprüft werden, welches Regelwerk überhaupt Anwendung findet.

Bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) ist der tatsächliche Handelsweg entscheidend

Bei einem möglichen Trading-Betrug konzentrieren sich Anleger häufig auf Gewinne, Verluste und die Auszahlung. Ich halte eine weitere Frage für ebenso wichtig:

Wo ist das Geschäft tatsächlich zustande gekommen?

Bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) können deshalb Execution Policy, Orderabrechnungen, Angaben zum Ausführungsplatz, OTC-Hinweise und Einwilligungserklärungen wichtige Beweismittel sein. Auch Bezeichnungen wie „SI“, „Systematic Internaliser“, „OTC“, „Off-Venue Execution“ oder „Principal Trading“ verdienen Aufmerksamkeit.

Eine außerbörsliche Ausführung ist für sich genommen kein Betrugsmerkmal. Problematisch wird es jedoch, wenn FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) gegenüber Anlegern den Eindruck eines Börsenhandels vermittelt, während tatsächlicher Ausführungsweg, Gegenpartei oder erforderliche Zustimmung unklar bleiben.

Wer bei FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) investiert hat und nicht nachvollziehen kann, wo seine angeblichen Trades ausgeführt wurden, kann mir die vorhandenen Unterlagen über broker-betrug.de übermitteln. Als Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht prüfe ich im Rahmen einer kostenfreien Ersteinschätzung, ob das von FINEX Institut GmbH (finexinstitut.de) dargestellte Ausführungsmodell regulatorisch und tatsächlich schlüssig erscheint oder ob sich daraus weitere rechtliche Ansatzpunkte ergeben.