Michael-seidel.com Festgeldbetrug? Vergleich und Schuldanerkenntnis rechtlich absichern
Es sind nur 18 Euro, die den Anleger stutzig machen. Seine Festgeldanlage über 140.000 Euro bei Michael-seidel.com läuft eigentlich noch mehrere Monate. Trotzdem erhält er plötzlich eine Abrechnung über „Kontoführung und Korrespondenz“. Im ursprünglichen Angebot kann er diese Position nicht finden. Zwei Monate später folgen weitere 32 Euro. Kurz vor der Auszahlung werden schließlich mehrere kleinere Beträge miteinander verrechnet. Jeder einzelne wirkt unbedeutend – zusammen erzählen sie möglicherweise eine andere Geschichte.
Wenn Sie im Zusammenhang mit Michael-seidel.com auf das Angebot unter michael-seidel.com gestoßen sind, sollten Sie die dortigen Angaben und Ihre Unterlagen sorgfältig miteinander abgleichen. Bewahren Sie insbesondere Nachrichten von kontakt@michael-seidel.com auf, sofern Sie darüber angeschrieben wurden. Allein aus einer Domain oder E-Mail-Adresse lässt sich noch nicht zuverlässig ableiten, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht.
Bei einem Verdacht auf Festgeldbetrug schaue ich deshalb nicht ausschließlich auf den großen Anlagebetrag. Mich interessieren auch kleine Belastungen, Verrechnungen und Nebenpositionen. Gerade dort können Veränderungen auftauchen, die Anleger bei 100.000 oder 200.000 Euro Festgeld verständlicherweise zunächst übersehen.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Wer bei Michael-seidel.com unerklärliche Abzüge oder neue Kostenpositionen entdeckt, kann mir den Vorgang über broker-betrug.de für eine kostenfreie Ersteinschätzung übermitteln.
Aus einer glatten Festgeldsumme wird schleichend ein anderer Betrag
Ein Anleger investiert exakt 100.000 Euro. Monate später zeigt eine Übersicht nur noch 99.872 Euro.
Die Differenz beträgt 128 Euro.
Bei Michael-seidel.com würde ich nicht denken: Bei 100.000 Euro kommt es darauf nicht an.
Ich würde fragen: Welche Buchungen erklären exakt diese 128 Euro?
Meine Empfehlung ist simpel: Notieren Sie bei jeder erhaltenen Abrechnung den ausgewiesenen Kapitalstand und vergleichen Sie ihn mit dem vorherigen Stand. Nicht nur die erwarteten Zinsen kontrollieren. Auch das ursprünglich eingezahlte Kapital sollte im Blick bleiben.
So fällt eine schleichende Veränderung früh auf.
Bei Michael-seidel.com erscheint eine Position, die vorher nie genannt wurde
Eine Anlegerin hat 85.000 Euro angelegt. Nach neun Monaten findet sie erstmals den Eintrag „Administration 74,50“.
Ihr Ansprechpartner erklärt: „Das ist systembedingt und wird später ausgeglichen.“
Dann würde ich genau diesen Satz festhalten.
Was bedeutet „ausgeglichen“? Wird der Betrag zurückgebucht? Wann? Warum erscheint er überhaupt?
Meine Handlungsempfehlung bei Michael-seidel.com: Für jede unbekannte Position drei Informationen verlangen – Bezeichnung, Grund und Auswirkung auf den Auszahlungsbetrag.
Bei einem möglichen Festgeldbetrug sollte aus einer zunächst kleinen Unklarheit nicht über Monate eine ganze Sammlung unerklärter Abzüge werden.
Aus 160.000 Euro werden 159.314,80 Euro – ohne nachvollziehbare Rechnung
Ein lebensnaher Fall: Der Anleger erwartet nach Laufzeitende sein Kapital und die vereinbarte Verzinsung. Die Schlussübersicht von Michael-seidel.com weist jedoch 159.314,80 Euro als „Net Settlement Value“ aus.
Woher kommen die fehlenden 685,20 Euro?
Die Erklärung am Telefon lautet lediglich: „Das sind mehrere interne Positionen.“
Das wäre mir zu wenig.
Ich würde eine Einzelaufstellung verlangen. 120 Euro hier, 95,20 Euro dort und 470 Euro an anderer Stelle müssen als einzelne Positionen nachvollziehbar werden.
Meine Empfehlung: Rechnen Sie rückwärts vom angekündigten Auszahlungsbetrag zum ursprünglichen Kapital. Die Differenz ist die Zahl, die erklärt werden muss.
Bei Michael-seidel.com wechseln sogar die Bezeichnungen derselben Belastung
Montag heißt eine Position „Servicekosten“. Auf der nächsten Übersicht steht „Processing“. In einer E-Mail spricht Michael-seidel.com schließlich von „administrativem Aufwand“.
Der Betrag ist jedes Mal identisch: 240 Euro.
Ich würde diese Begriffe nicht automatisch als dasselbe behandeln.
Meine Handlungsempfehlung: Schreiben Sie die verschiedenen Bezeichnungen wortgetreu nebeneinander und fragen Sie, ob tatsächlich dieselbe Position gemeint ist.
Das ist besonders wichtig, wenn später behauptet wird, der Anleger sei über bestimmte Kosten längst informiert worden. Dann möchte ich wissen, welche konkrete Kostenposition wann erstmals genannt wurde.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
Kleine Testabbuchungen vom Girokonto verdienen Aufmerksamkeit
Ein Anleger entdeckt auf seinem Girokonto eine Lastschrift über 9,80 Euro mit einem Namen, den er zunächst nicht zuordnen kann. Einige Tage später folgen 14,20 Euro.
Für Ihre eigene Dokumentation zu Michael-seidel.com ist auch michael-seidel.com relevant: Sichern Sie die Adresse, Bildschirmfotos der Angebotsseite, Vertragsunterlagen und den zeitlichen Verlauf Ihrer Kommunikation. So können Sie später nachvollziehbar zeigen, welches Angebot Ihnen konkret unter dieser Domain präsentiert wurde, ohne allein daraus bereits einen Betrug als erwiesen anzusehen.
Er vermutet einen Zusammenhang mit seinem Festgeld bei Michael-seidel.com, weiß es aber nicht.
Hier würde ich nicht raten.
Meine Empfehlung: Prüfen Sie bei Ihrer eigenen Bank zunächst die konkrete Buchung und den angegebenen Zahlungsempfänger. Danach kann geklärt werden, ob überhaupt ein Zusammenhang zur Festgeldanlage besteht.
Unbekannte Kontobewegungen sollten nicht deshalb ignoriert werden, weil der Betrag klein ist.
Gerade wenn zeitgleich Schwierigkeiten mit einer sechsstelligen Festgeldanlage auftreten, würde ich ungewöhnliche Bewegungen separat dokumentieren.
Bei Michael-seidel.com wird eine „Reservierung“ plötzlich vom Kapital abgezogen
Ein Ehepaar investiert 200.000 Euro. In einer späteren Übersicht stehen 195.000 Euro als verfügbar und 5.000 Euro als „reserviert“.
Eine Zahlung über diese 5.000 Euro hat das Ehepaar nie veranlasst.
Jetzt würde ich wissen wollen: Für welchen konkreten Vorgang wurde dieser Betrag reserviert? Seit wann? Wer soll die Reservierung ausgelöst haben?
Meine Empfehlung bei möglichen Festgeldbetrugsfällen: Unerklärliche reservierte Beträge nicht wie eine normale Kontodarstellung behandeln. Der Betrag gehört weiterhin in die Gesamtberechnung, bis nachvollziehbar ist, was damit geschehen sein soll.
Bei Michael-seidel.com würde ich insbesondere darauf achten, ob die Reservierung später verschwindet, umbenannt oder mit einer anderen Position verrechnet wird.
Eine Schlussabrechnung sollte mathematisch nachvollziehbar bleiben
Ein Anleger bekommt kurz vor Auszahlung eine Seite voller Zahlen. Ausgangsbetrag, Ertrag, mehrere Zu- und Abschläge, Zwischensummen.
Ganz unten steht: 127.418 Euro.
Viele Menschen prüfen eine solche Abrechnung nur grob, weil sie professionell aussieht.
Falls Sie wegen Michael-seidel.com bereits Zahlungen geleistet haben, vergleichen Sie die auf michael-seidel.com genannten Angaben mit den Empfängerdaten Ihrer Überweisungen und etwaigen Bestätigungen. Gerade Abweichungen zwischen Webseitenauftritt, E-Mail-Kontakt und tatsächlichem Zahlungsempfänger sollten Sie festhalten und rechtlich prüfen lassen.
Ich empfehle das Gegenteil.
Nehmen Sie einen Taschenrechner und rechnen Sie jede Zeile nach. Stimmen Zwischensummen? Werden Abzüge doppelt berücksichtigt? Entspricht die Schlusszahl überhaupt der Rechnung darüber?
Bei Michael-seidel.com würde ich auffällige Rechenfehler nicht selbst korrigieren und anschließend vergessen. Ich würde die ursprüngliche Abrechnung sichern und die Differenz konkret benennen.
Ein Rechenfehler kann banal sein. Mehrere widersprüchliche Berechnungen sind etwas anderes.
Bei Michael-seidel.com kann eine kleine Differenz plötzlich immer größer werden
Montag fehlen 180 Euro. Eine Woche später sind es 430 Euro. In der Schlussabrechnung beträgt die Differenz plötzlich 1.280 Euro.
Genau diese Entwicklung würde ich sichtbar machen.
Meine Handlungsempfehlung: Erstellen Sie eine Betragschronologie. Datum, ausgewiesenes Kapital, neu hinzugekommene Position und Differenz zum vorherigen Stand.
Dadurch erkennt man bei einem möglichen Festgeldbetrug, ob sich der Betrag kontinuierlich verändert und welche Erklärung Michael-seidel.com jeweils dafür gegeben hat.
Nicht jede Differenz einzeln abhaken. Die Entwicklung betrachten.
Bei Michael-seidel.com würde ich auch den letzten Euro nachvollziehen wollen
Bei einer Festgeldanlage über 150.000 Euro wirken 40 oder 200 Euro zunächst nebensächlich. Für die Fallaufarbeitung können gerade solche Positionen aber interessant sein, weil sie zeigen, wie sich die Darstellung der Anlage im Laufe der Zeit verändert hat.
Bei Michael-seidel.com würde ich deshalb den ursprünglichen Anlagebetrag als feste Ausgangszahl nehmen. Jede spätere Abweichung kommt daneben: Betrag, Datum, Bezeichnung und Erklärung.
Betroffenen empfehle ich, Schlussabrechnungen selbst nachzurechnen, unbekannte Positionen einzeln erklären zu lassen und auch kleine ungewöhnliche Kontobewegungen bei der eigenen Bank zu überprüfen. Vor allem sollten verschiedene Abzüge nicht unter dem Sammelbegriff „Gebühren“ verschwinden.
Wenn Sie Ihre Erfahrungen mit Michael-seidel.com schildern, nennen Sie bitte auch, ob Sie michael-seidel.com selbst besucht haben und welche Unterlagen oder Nachrichten Sie dazu besitzen. Das erleichtert die Einordnung Ihres konkreten Falls; die Beurteilung möglicher Ansprüche hängt stets von den nachprüfbaren Umständen ab.
Wer bei Michael-seidel.com Betrug oder Festgeldbetrug vermutet und bei seiner Festgeldanlage unerklärliche Abzüge, Reservierungen oder rechnerische Differenzen entdeckt, kann mir die verschiedenen Abrechnungen über broker-betrug.de übermitteln. Für meine kostenfreie Ersteinschätzung interessiert mich die Zahlenentwicklung im Detail: Mit welchem Kapital begann die Anlage, wann tauchte die erste Differenz auf, wie wurde sie von Michael-seidel.com erklärt – und lässt sich der heute behauptete Auszahlungsbetrag tatsächlich bis auf den letzten Euro nachvollziehen?