SwissRemiTCapital Festgeldbetrug? Anwalt muss Ansprüche und Beweise prüfen
Der erste Anruf dauert 28 Minuten. Der zweite nur noch sieben. Danach folgen drei kurze Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitern. Monate später, als 125.000 Euro Festgeld nicht ausgezahlt werden, erinnert sich der Anleger zwar noch sehr genau an den freundlichen Berater von SwissRemiTCapital – aber kaum noch daran, was an welchem Tag gesagt wurde. Gerade bei einem möglichen Festgeldbetrug kann diese Erinnerungslücke problematisch werden. Telefonate hinterlassen nämlich häufig die entscheidenden Details: konkrete Zusagen, Namen, Durchwahlnummern, überraschende Rückfragen oder Aussagen, die später plötzlich niemand mehr gemacht haben will.
Wenn Sie im Zusammenhang mit SwissRemiTCapital auf das Angebot unter swissremitcapital.com gestoßen sind, sollten Sie die dortigen Angaben und Ihre Unterlagen sorgfältig miteinander abgleichen. Bewahren Sie insbesondere Nachrichten von helpdesk@swissremitcapital.com auf, sofern Sie darüber angeschrieben wurden. Allein aus einer Domain oder E-Mail-Adresse lässt sich noch nicht zuverlässig ableiten, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Wer bei SwissRemiTCapital überwiegend telefonisch betreut wurde und inzwischen Betrug oder Festgeldbetrug vermutet, kann mir seine Unterlagen und Erinnerungen über broker-betrug.de übermitteln und eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.
Der erste Berater wusste erstaunlich viel über den Anleger
Ein lebensnaher Fall: Ein Anleger wird angerufen und hört bereits in den ersten Minuten, dass der Gesprächspartner sein ungefähres Anlagevolumen kennt. Er weiß außerdem, dass bald eine andere Geldanlage ausläuft.
Der Anleger denkt: „Dann muss ich dort wohl irgendwann eine Anfrage gestellt haben.“
Bei SwissRemiTCapital würde ich später genau rekonstruieren, welche Informationen der Berater bereits vor dem ersten ausführlichen Gespräch kannte.
Meine Empfehlung: Schreiben Sie nachträglich auf, woran Sie sich erinnern. Wurde Ihr vollständiger Name genannt? Eine konkrete Anlagesumme? Ihre berufliche Situation? Eine frühere Anfrage?
Solche Einzelheiten können helfen zu verstehen, wie der Kontakt überhaupt aufgebaut wurde. Wichtig ist auch die Frage: Haben Sie SwissRemiTCapital tatsächlich selbst kontaktiert – oder kam der erste Kontakt von dort?
Bei SwissRemiTCapital sollte aus „Herr Müller“ eine identifizierbare Person werden
„Mein Berater hieß Herr Müller.“
Das reicht mir bei 180.000 Euro Festgeld nicht.
Ich würde wissen wollen: Wie lautete der vollständige Name? Welche Funktion nannte er? Von welcher Telefonnummer rief er an? Gab es eine Durchwahl? Wie stellte er sich beim ersten Gespräch vor?
Ein Anleger kann beispielsweise drei Monate lang mit „Thomas Berger, Senior Festgeldberater“ gesprochen haben. Nach der gescheiterten Auszahlung behauptet SwissRemiTCapital, ein Mitarbeiter dieses Namens sei dort nicht bekannt.
Dann wird die Dokumentation wichtig.
Meine Handlungsempfehlung: Speichern Sie Telefonnummern nicht nur unter „Festgeld“. Verwenden Sie den behaupteten Namen und ergänzen Sie, wenn möglich, Datum des Erstkontakts und Funktion.
Auch die Anrufliste des Smartphones kann später helfen, die Häufigkeit und zeitliche Entwicklung der Gespräche zu rekonstruieren.
Ein Gespräch am Sonntagabend passt plötzlich nicht zum bisherigen Ablauf
Ein Anleger erhält seine Beratung normalerweise werktags zwischen 9 und 17 Uhr. Kurz vor einer größeren Einzahlung ruft sein Ansprechpartner jedoch sonntags um 20:35 Uhr an.
Die Botschaft: Am Montagmorgen müsse alles fertig sein.
Bei SwissRemiTCapital würde ich nicht allein wegen der Uhrzeit einen Betrug annehmen. Ich würde die Abweichung aber dokumentieren.
Warum war diese Zahlung plötzlich so dringend? Warum konnte das Gespräch nicht bis zum nächsten Geschäftstag warten?
Meine Empfehlung: Markieren Sie in Ihrer Anrufliste ungewöhnliche Kontaktzeiten. Gerade wenn diese mit wichtigen Entscheidungen zusammenfallen, können sie später ein interessantes Muster ergeben.
Ein einzelner Sonntagsanruf sagt wenig. Fünf ungewöhnlich terminierte Gespräche unmittelbar vor Geldentscheidungen erzählen möglicherweise mehr.
Bei SwissRemiTCapital wechseln die Durchwahlen – der Berater bleibt angeblich derselbe
Ein weiterer Fall: Der Anleger spricht angeblich immer mit Herrn K. Zunächst kommt der Anruf von Nummer A, später von Nummer B und schließlich von Nummer C.
Auf Nachfrage heißt es: „Wir haben unsere Telefonanlage umgestellt.“
Das kann selbstverständlich stimmen.
Bei SwissRemiTCapital würde ich trotzdem jede verwendete Nummer notieren und dem jeweiligen Gespräch zuordnen.
Meine Empfehlung: Löschen Sie alte Anruflisten nicht vorschnell. Wenn das Smartphone nur einen begrenzten Verlauf anzeigt, sichern Sie relevante Einträge rechtzeitig.
Interessant ist auch, ob unterschiedliche Personen dieselbe Rückrufnummer verwenden oder ob ein Ansprechpartner ständig unter neuen Nummern erscheint.
Bei einem möglichen Festgeldbetrug können Telefonnummern helfen, scheinbar getrennte Kommunikationsstränge miteinander zu verbinden.
Kostenfreie Ersteinschätzung
Da Betroffene eines Anlagebetrugs bereits einen empfindlichen Vermögensschaden erlitten haben, bieten wir zunächst eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Wir teilen offen und ehrlich mit, was wir in Ihrem Fall für Sie tun können.
- 1Sie schildern uns Ihren Fall
- 2Melden Sie sich unverbindlich per Mail, Telefon oder WhatsApp
- 3Wir prüfen Ihre Erfolgsaussichten
- 4Sie erhalten eine anwaltliche Rückmeldung zu Ihrem Einzelfall.
„Das habe ich Ihnen doch telefonisch erklärt“
Dieser Satz fällt häufig genau dann, wenn etwas schriftlich nicht eindeutig dokumentiert ist.
Für Ihre eigene Dokumentation zu SwissRemiTCapital ist auch swissremitcapital.com relevant: Sichern Sie die Adresse, Bildschirmfotos der Angebotsseite, Vertragsunterlagen und den zeitlichen Verlauf Ihrer Kommunikation. So können Sie später nachvollziehbar zeigen, welches Angebot Ihnen konkret unter dieser Domain präsentiert wurde, ohne allein daraus bereits einen Betrug als erwiesen anzusehen.
Eine Anlegerin hat 95.000 Euro investiert. Nach Monaten erklärt SwissRemiTCapital, man habe ihr bereits beim Erstgespräch mitgeteilt, dass die Auszahlung nur nach einer zusätzlichen Bestätigung erfolgen könne.
Die Anlegerin erinnert sich an nichts Derartiges.
Deshalb empfehle ich bei wichtigen Telefonaten eine sehr einfache Routine: Direkt danach drei bis fünf Stichpunkte notieren.
Nicht am Wochenende. Nicht drei Wochen später.
Datum, Uhrzeit, Gesprächspartner, wesentliche Aussage und konkrete Zusage reichen zunächst.
Ein Beispiel: „14.08., 11:20 Uhr, Herr B.: 95.000 Euro sollen spätestens Dienstag ausgezahlt werden; keine weiteren Unterlagen erforderlich.“
Solche zeitnahen Notizen können später wesentlich hilfreicher sein als eine allgemeine Erinnerung.
Bei SwissRemiTCapital sollte ein Rückruf über die Zentrale eine echte Gegenprobe sein
Stellen Sie sich vor, ein angeblicher Mitarbeiter von SwissRemiTCapital ruft täglich von einer Mobilfunknummer an. Der Anleger hat nie versucht, ihn auf anderem Weg zu erreichen.
Ich würde irgendwann eine Gegenprobe machen.
Nicht über die Nummer aus dem letzten Anruf, sondern über einen unabhängig ermittelten offiziellen Kontaktweg. Dort würde ich nach dem Mitarbeiter und seiner Funktion fragen.
Besonders interessant wird es, wenn der Anleger immer sofort angerufen werden kann, selbst aber niemanden zuverlässig zurückrufen kann.
Meine Handlungsempfehlung: Testen Sie wichtige Kontaktketten bevor ein sechsstelliger Betrag überwiesen wird. Ein Ansprechpartner sollte nicht nur existieren, wenn er selbst den Kontakt startet.
Eine auffällige Gesprächsänderung kann mehr verraten als der Inhalt
Vor der Einzahlung spricht der Berater 40 Minuten mit dem Anleger. Er beantwortet jede Frage ausführlich.
Falls Sie wegen SwissRemiTCapital bereits Zahlungen geleistet haben, vergleichen Sie die auf swissremitcapital.com genannten Angaben mit den Empfängerdaten Ihrer Überweisungen und etwaigen Bestätigungen. Gerade Abweichungen zwischen Webseitenauftritt, E-Mail-Kontakt und tatsächlichem Zahlungsempfänger sollten Sie festhalten und rechtlich prüfen lassen.
Nach der Einzahlung von 150.000 Euro verändern sich die Gespräche. Antworten werden kürzer. Statt des bekannten Beraters meldet sich ein „Service Desk“. Konkrete Fragen werden weitergereicht.
Bei SwissRemiTCapital würde ich nicht nur dokumentieren, was gesagt wurde, sondern auch, wie sich die Kommunikation entwickelt hat.
Meine Empfehlung: Notieren Sie den Zeitpunkt, ab dem der ursprüngliche Ansprechpartner nicht mehr erreichbar war. War das unmittelbar nach der Einzahlung? Erst kurz vor Fälligkeit? Nach der ersten kritischen Nachfrage?
Solche Übergänge können für die Rekonstruktion eines Festgeldbetrugs sehr aufschlussreich sein.
Bei SwissRemiTCapital sollte niemand heimlich Telefongespräche aufnehmen
Wenn Anleger merken, dass Aussagen ständig wechseln, entsteht schnell die Idee, das nächste Telefonat einfach mitzuschneiden.
Davon würde ich ohne vorherige rechtliche Prüfung abraten.
Für die praktische Dokumentation gibt es einen viel einfacheren Weg: Während des Gesprächs Stichworte notieren und unmittelbar danach ein Gesprächsprotokoll erstellen.
Bei SwissRemiTCapital würde ich dabei möglichst konkrete Formulierungen festhalten und klar zwischen wörtlich erinnerten Aussagen und eigener Zusammenfassung unterscheiden.
Zusätzlich kann eine kurze schriftliche Nachfrage sinnvoll sein: „Sie teilten mir heute telefonisch mit, dass … Bitte korrigieren Sie mich, falls ich Ihre Aussage falsch verstanden habe.“
Aus 30 Telefonaten sollte am Ende eine verständliche Geschichte werden
Bei einem möglichen Festgeldbetrug interessiert mich nicht nur der Vertrag. Ich möchte verstehen, wie Vertrauen aufgebaut wurde und wie sich die Kommunikation nach der Einzahlung verändert hat.
Bei SwissRemiTCapital würde ich deshalb aus der Anrufliste eine kleine Gesprächschronologie erstellen: Datum, Uhrzeit, Nummer, angeblicher Ansprechpartner, Gesprächsthema und wichtigste Aussage.
Betroffene sollten ungewöhnliche Telefonnummern sichern, vollständige Namen festhalten, wichtige Zusagen unmittelbar notieren und bei Zweifeln unabhängige Rückrufwege testen. Besonders aufschlussreich sind Veränderungen: Wer war vor der Einzahlung ständig erreichbar – und wer verschwand danach?
Wenn Sie Ihre Erfahrungen mit SwissRemiTCapital schildern, nennen Sie bitte auch, ob Sie swissremitcapital.com selbst besucht haben und welche Unterlagen oder Nachrichten Sie dazu besitzen. Das erleichtert die Einordnung Ihres konkreten Falls; die Beurteilung möglicher Ansprüche hängt stets von den nachprüfbaren Umständen ab.
Wer entsprechende Erfahrungen mit SwissRemiTCapital gemacht hat, kann mir Anruflisten, Gesprächsnotizen und die dazugehörigen Festgeldunterlagen über broker-betrug.de übermitteln. Für meine kostenfreie Ersteinschätzung interessiert mich gerade diese menschliche Seite des Vorgangs: Wer gewann das Vertrauen des Anlegers, welche konkreten Aussagen führten zur Festgeldanlage – und wie veränderte sich der Kontakt, nachdem das Geld bei SwissRemiTCapital angekommen war?